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Informationen zur Versicherungspflicht für Promovierende Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung

Die folgenden Angaben zu Kranken-, Unfall und Haftpflichtversicherung verstehen sich als Orientierung für die Doktorandinnen und Doktoranden der Leibniz Universität Hannover. Individuelle versicherungsrechtliche Fragen sollte stets mit den zuständigen Stellen im Einzelfall geklärt werden. Die Graduiertenakademie übernimmt keine rechtliche Gewähr.

Krankenversicherung

Die Art der Krankenversicherung für Promovierende richtet sich nach der Form der Finanzierung der Promotion beziehungsweise danach, ob zeitgleich ein Arbeits- oder Angestelltenverhältnis vorliegt.

Promovierende, die gleichzeitig als wissenschaftliche Nachwuchskräfte tätig sind

Promovierende, die während ihre Promotion als wissenschaftliche Nachwuchskräfte an der Universität tätig sind, sind in der Regel im Rahmen ihres Angestelltenverhältnisses gesetzlich krankenversichert.

Externe Promovierende, die in einem Angestelltenverhältnis stehen

Für Doktorandinnen und Doktoranden, die gleichzeitig zu ihrer Promotion in einem Angestellten- oder Arbeitsverhältnis stehen, gilt, dass auch diese grundsätzlich im Rahmen ihres Angestelltenverhältnisses gesetzlich krankenversichert sind.

Externe Promovierende, die nicht in einem Angestelltenverhältnis stehen

Promovierende, die während ihrer Promotion nicht in einem Arbeits- oder Angestelltenverhältnis stehen, sind grundsätzlich "versicherungsfrei". Darunter fallen insbesondere auch Promovierende, die ihre Promotion über ein Stipendium, hauptsächlich selbstständige Arbeit oder eine geringfügige Tätigkeit finanzieren. Versicherungsfrei bedeutet in diesem Zusammenhang aber nur, dass zwischen privater oder gesetzlicher Versicherung gewählt werden darf. Promotionsstudierende müssen sich in jedem Fall gesetzlich krankenversichern.

Dabei gilt, dass Promovierende grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen nicht wie Studierende behandelt werden. Sie haben also keinen Anspruch auf die ermäßigten Beitragssätze für Studierende. Bemessungsgrundlage für den Beitragssatz ist daher das beitragspflichtige Einkommen.

Dabei ist zurzeit unklar, ob auch Einkünfte aus einem Stipendium oder einer vergleichbaren Förderungsleistung als beitragspflichtiges Einkommen gewertet werden dürfen. Die Praxis der Krankenkassen ist dabei unterschiedlich, eine höchstrichterliche Entscheidung steht derzeit noch aus. Die GEW rät deshalb dazu, einem Beitragsbescheid, welcher Förderungsleistungen wie Stipendien als beitragspflichtiges Einkommen wertet, zu widersprechen und die Zahlung lediglich unter Vorbehalt zu leisten. Nur so bleiben Rückzahlungsansprüche bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung erhalten.

Externe Promovierende, die familienversichert sind

Promotionsstudierende, die das 25. Lebensjahr (ggf. verlängert durch Wehr- oder Zivildienst) noch nicht vollendet haben oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft oder Ehe stehen und dabei familienversichert sind, müssen sich ebenfalls nicht um eine Krankenversicherung bemühen.

Weitere Informationen finden Sie im in dem folgenden Ratgeber der GEW.


Für weitere Fragen steht Ihnen die Sozialberatung des Studentenwerks Hannover zur Verfügung.

Unfallversicherung

Als immatrikulierte Promotionsstudierende sind die Doktorandinnen und Doktoranden der Leibniz Universität Hannover im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) versichert. Alle Tätigkeiten, die im Rahmen der Promotion im Organisationsbereich der Universität durchgeführt werden, werden durch die GUV abgedeckt. Dazu zählen beispielsweise der Besuch von Lehrveranstaltungen oder die Benutzung der Bibliotheken. Voraussetzung hierfür ist die Immatrikulation, die für die Promovierenden in Niedersachsen gesetzlich vorgeschrieben ist (vgl. §9 Abs. 2, Satz 4 NHG).

Der gesetzliche Unfallsversicherungsschutz gilt für Promovierende, die als wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Leibniz Universität beschäftigt sind, aufgrund ihres Arbeitsvertrages mit der Universität.

Weitere Informationen zur GUV finden Sie auf der Homepage des Gemeinde-Unfallversicherungsverbands Hannover / Landesunfallkasse Niedersachsen.

Haftpflichtversicherung

Auch hinsichtlich der Art und Weise, wie Promovierende an der Leibniz Universität Hannover gegen Schäden versichert sind, die im Rahmen ihrer Arbeit an der Promotion entstehen, ergeben sich Unterschiede. Hierbei ergibt sich eine Differenzierung je nach dem, ob die Doktorandinnen und Doktoranden eine Stelle als wissenschaftliche Beschäftigte haben und somit in einem Beschäftigungsverhältnis mit der Universität stehen, oder nicht.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Doktorandinnen und Doktoranden, die als wissenschaftliche Beschäftigte bei der Universität als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitsnehmer beschäftigt sind, haben gegenüber der Universität als Arbeitgeberin einen Freistellungsanspruch. Das bedeutet, dass sie im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses nicht für Schäden haftbar gemacht werden, es sei denn, sie haben diese Schäden grob fahrlässig oder gar vorsätzlich herbeigeführt.

Promotionsstipendiatinnen und Promotionsstipendiaten sowie externe Promovierende

Besteht zwischen der Doktorandin bzw. dem Doktorand und der Universität kein Arbeitsverhältnis, so ist sie bzw. er auch nicht für Schäden abgesichert, die sie bzw. er im Rahmen der Arbeit an der eigenen Promotion an der Universität verursacht.

Promotionsstipendiatinnen und -stipendiaten sowie externe Doktorandinnen und Doktoranden unterliegen hinsichtlich der von ihnen verursachten Schäden keinem Versicherungsschutz seitens der Universität. Ihnen wird daher dringend der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung geraten. Hierbei ist darauf zu achten, dass die private Haftpflichtversicherung auch beruflich bedingte Schäden einschließt. Im Zweifelsfall sollten Promovierende dies bei ihrer Versicherung prüfen lassen.