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Leitlinien und Stellungnahmen

Promotionen im Umbruch

Im Juli 2017 haben die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften gemeinsam eine Stellungnahme unter dem Titel ‚Promotionen im Umbruch‘ abgegeben. In dieser sprechen sie angesichts der hochschulpolitischen Diskussion zum Promotionsrecht in Deutschland Empfehlungen zur Reform des Promotionswesens in Deutschland aus. Ziel ist die Sicherung bzw. Steigerung der Qualität von Promotionen. Thematisch beziehen sie Stellung dazu, stärker externe Gutachter in die Betreuung einzubinden, mehr mit Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu kooperieren, und sie sprechen sich für die Einführung eines Berufsdoktorat in der Medizin aus. Letztlich gehe es darum, die Promotion als eigenständige Forschungsleistung zu stärken und sie nicht nur als eine dritte Ausbildungsphase oder ein reines Promotionsstudium zu begreifen („third cycle“).

Die Pressemitteilung zur Stellungnahme sowie die Stellungnahme selbst (auch in einer Kurzfassung finden Sie unter den folgenden Links:


Promotionen in Kooperation mit der Industrie

Der Zusammenschluss der neun führenden technischen Universitäten in Deutschland (TU9), zu denen auch die Leibniz Universität Hannover zählt, hat im Juni 2017 Stellung zum Thema ‚Promotionen in Kooperation mit der Industrie‘ genommen. Die TU 9 stellt darin klar, dass Promotionen in Kooperation mit der Industrie für beide Seiten sehr bereichernd sein können wenn diese sich an den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis orientieren und diese von allen Beteiligten, auch den Partnern aus der Industrie, eingehalten werden. Es geht dabei vor allem um die Frage, wer eine Zulassung zur Promotion aussprechen kann, wer das zu bearbeitende Thema festlegt und wie die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Konkreter Anlass zu der Stellungnahme ist die zunehmende Anzahl von Stellenausschreibungen aus der Wirtschaft, die mit einem Promotionsversprechen werben. Dieses Vorgehen ist mit den Regelungen zum Promotionsrecht und den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis zumeist nicht vereinbar.

  • Die vollständige Pressemitteilung zum Thema ‚Promotionen in Kooperation mit der Industrie‘ finden Sie hier.

Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017 erschienen

Der sogenannte BuWiN, Bundesbericht wissenschaftlicher Nachwuchs, war mit Spannung erwartet worden und ist am 16. Februar zum dritten Mal erschienen. Seit 2013 trägt der Bericht umfangreiche statistische Daten zur Situation von Promovierenden und Promovierten in Deutschland zusammen. Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere.

  • Die Lang- und Kurzfassung des Berichts kann heruntergeladen werden unter: www.buwin.de.

Empfehlungen zur standardisierten Angabe der Institutszugehörigkeit bei deutsch- oder englischsprachigen Publikationen

 Wissenschaftliche Publikationen, besonders in anerkannten Journalen und Reihen, tragen wesentlich dazu bei, die Sichtbarkeit der daran beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, der universitären Leibniz Forschungsschwerpunkte sowie der Leibniz Universität als Institution zu erhöhen. Sie stellen eine quantifizierbare Größe dar und dienen somit u.a. Fördermittelgebern als mess- und vergleichbarer Indikator der Forschungsleistung. Für eine eindeutige Verknüpfung der Publikationen mit ihren Autorinnen und Autoren und der Leibniz Universität ist die standardisierte Angabe der Institutszugehörigkeit deshalb von großer Bedeutung.

  • Eine Empfehlung für standardisierte Affiliationen für deutsch- bzw. englischsprachigen Publikationen finden Sie nun online.

Attraktive Beschäftigungs- und gute Betreuungsbedingungen

Das Präsidium der Leibniz Universität Hannover hat nach ersten Empfehlungen von Mai 2013 im Sommer 2015 weitere Maßnahmen zur Schaffung attraktiver Beschäftigungszeiten für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt. Auch verfügt die Universitätseit April 2016 über ein Konzept zur Einrichtung von Tenure Track-Professuren, um promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern attraktive Perspektiven zu schaffen.

  • Weitere Informationen zur Empfehlung für Vertragslaufzeiten finden Sie hier, zum Tenure Track-Konzept hier.

Die Gestaltung der Promotionsphase ist entscheidend für die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Aufgabe der Promotionsbetreuung ist es hierbei, Promovierende fachlich im Forschungsprozess zu unterstützen und sie auf dem Weg in die wissenschaftliche Selbstständigkeit zu begleiten. Der Rat der Graduiertenakademie hat deshalb „Leitlinien für eine gute Betreuung in der Promotionszeit" erarbeitet, die von Senat und Präsidium im Sommer 2013 beschlossen worden sind.

  • Die Leitlinien finden Sie hier.

Leitlinien von MWK und LHK zur Qualitätssicherung in Promotionsverfahren

Neben der Leibniz Universität haben auch die Landeshochschulkonferenz und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen Leitlinien für die Qualitätssicherung in Promotionsverfahren erarbeitet und im September 2014 verabschiedet.

  • Die Leitlinien finden Sie hier.

Auch der Universitätsverband zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland spricht sich für gute Betreuungsbedingungen aus. In seiner Publikation von 2014 skizziert er institutionelle und individuelle Rahmenbedingungen für eine gute Betreuung und stellt Best practice-Beispiele vor.

  • Weitere Informationen finden Sie hier

Stellungnahme zur Promotionsphase

Der Universitätsverband zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland veröffentlichte 2014 eine Stellungnahme zum Verständnis der Promotionsphase. Angesichts europäischer Bestrebungen, im Zuge der Bologna-Reform den Promotionszyklus den Studienzyklen von Bachelor und Master anzugleichen, warnte der Vorstand des Verbands ausdrücklich vor einer Überregulierung der Promotionsphase.

  • Weitere Informationen finden Sie hier.