Beratung
für Postdocs
junger Mann, der auf der Straße vor einer Schreibmaschine sitzt - young man, sitting in front of a typewriter on the street junger Mann, der auf der Straße vor einer Schreibmaschine sitzt - young man, sitting in front of a typewriter on the street junger Mann, der auf der Straße vor einer Schreibmaschine sitzt - young man, sitting in front of a typewriter on the street
©Svea Annais Perrine/photocase.com

Hier finden Sie erste Hilfestellungen und Informationen rund um die Postdoc-Phase, zur individuellen Karriereberatung, beruflichen Zielfindung und Planung einzelner Etappen sowie zur systematischen Nachwuchsförderung. Natürlich beraten wir Sie gern auch in einem individuellen Gespräch.


  • Wer ist ‚Postdoc‘?

    Der Begriff, der klassischerweise die ersten Jahre nach der Promotion und ein eigenes Forschungsprojekt, eben „den Postdoc“, meinte, wird mittlerweile verwendet, um die gesamte Qualifikationszeit zwischen Promotion und Professur zu beschreiben. In Anlehnung an diese allgemein akzeptierte Definition sind auch hier alle Promovierten gemeint, obschon die Anstellungs- und Qualifizierungsarten sich sehr voneinander unterscheiden können (Habilitandin oder Habilitand, Stipendiatin oder Stipendiat, wissenschaftliche Nachwuchskräfte, je nach Definition auch Juniorprofessur und Nachwuchsgruppenleiterin oder Nachwuchsgruppenleiter, …).

  • Promotion – und dann?

    Die Phase des Übergangs von der Promotion und der Einstieg in die Postdoc-Phase ist gekennzeichnet von der Suche nach einer Finanzierung für die weitere Forschung oder, wenn sie beispielsweise über eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter gesichert ist, häufig auch als Nachlese zur Promotion. Nicht wenige orientieren sich in den ersten zwei Jahren nach Promotionsabschluss neu. Entweder konzipieren sie ein Postdoc- bzw. ein nächstes Forschungsprojekt, mit dem sie habilitieren können, oder sie widmen sich anderen, administrativen Tätigkeiten im Wissenschaftssystem oder außerhalb der Universität zu – ein Wechsel, der zu diesem frühen Zeitpunkt sinnvoll ist, sofern er vorgenommen werden möchte.

    Informationen zu alternativen Tätigkeitsfeldern in Wissenschaft und Forschung sowie in Wirtschaft und Gesellschaft geben unsere Veranstaltungsreihen Lunch Talk und Karrieretalk.

  • Wer soll das Ganze finanzieren?

    So unterschiedlich die Anstellungsarten in der Postdoc-Zeit sind, so unterschiedlich können auch die Finanzierungswege sein. Wer keine eigene Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder keine andere Anstellung hat, kann sich um ein Stipendium wie das Caroline Herschel-Stipendium zur Finanzierung einer Habilitationsstelle für Frauen oder um eine „Eigene Stelle“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewerben.

    Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Förderprogramme für die gesamte Postdoc-Zeit auf dem Weg zur Professur:


    Die Graduiertenakademie unterstützt finanziell beim Besuch von Kongressen sowie bei der Organisation von Workshops und Tagungen.

  • Welche Rahmenbedingungen gelten?

    Gerahmt wird die Postdoc-Phase insbesondere durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), das die zulässige Höchstbefristungsdauer von befristet beschäftigtem wissenschaftlichem Personal unterhalb der Professur an deutschen Universität regelt. Als Faustregel gilt: Für sechs Jahre bis zum Abschluss der Promotion, für sechs weitere nach der Promotion dürfen sachgrundlose Befristungen auf wissenschaftliches Personal angewandt werden. Die familienpolitische Komponente und die Möglichkeit, „angesparte“ Jahre aus der Promotion in die Zeit nach dem Promotionsabschluss zu übertragen, können die individuell mögliche Zeit in befristeten Verträgen erhöhen und über zulässige Höchstbefristungsdauer von insgesamt zwölf Jahren hinausgehen. Das Gesetz ist 2007 in Kraft getreten, im März 2016 die Gesetzesnovelle.

    Informationen zur Gesetzesnovelle finden Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung.

    Bei Fragen zum Einzelfall stehen Ihnen die Personalabteilung und die Graduiertenakademie der Leibniz Universität Hannover gern zur Verfügung.

  • Wenn’s ernst wird: Berufungen

    „Berufung nennt man die Erlangung einer Professur bzw. eines Lehrstuhles an einer Hochschule. Der Kandidat erhält vom zuständigen Ministerium einen entsprechenden Ruf. Ein Ruf kann angenommen oder abgelehnt werden.“ (Quelle: academics.de, aufgerufen am 27.05.2015)

    Berufungsverfahren ziehen sich i.d.R. über einen längeren Zeitraum hin. Sie umfassen die Ausschreibung und Bewerbung, die Gespräche und die anschließend gefällten Entscheidungen, die durch mehrere Gremien und vom Ministerium genehmigt werden müssen, die Berufungsverhandlungen sowie das Ernennungsverfahren. Von der Ausschreibung bis zum Antritt einer Professur, der üblicherweise durch eine Antrittsvorlesung begleitet wird, können durchaus ein bis eineinhalb Jahre vergehen.

    Hausberufungen, d.h. die Berufungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der eigenen Universität auf Professuren, sind nicht verboten, aber meist stark eingeschränkt. Sie werden durchaus zugelassen, wenn berufbare Mitarbeiter nach ihrer Promotion die Universität gewechselt oder in für eine gewisse Zeit (mind. 2 Jahre) an einer anderen Universität geforscht haben. Die genauen Regelungen finden sich in den Hochschulgesetzen der Bundesländer. An der Leibniz Universität Hannover sind die Verfahren zur Berufung von Professorinnen und Professoren durch die zentrale Berufungsordnung festgelegt:


    Bei weiteren Fragen zu Berufungen ist Claudia Schulpin, Referentin für Berufungsangelegenheiten, die richtige Ansprechpartnerin:

    Darüber hinaus bietet die Graduiertenakademie regelmäßig Kurse zur Vorbereitung auf Berufungsgespräche an:


    Unterstützung für neuberufene Professorinnen und Professoren findet sich unter dem folgenden Link:


    Ausschreibungen sind auf fachspezifischen und fachübergreifenden Seiten zu finden, eine der vielleicht bekanntesten ist www.academics.de, aber auch der Stellenmarkt der Deutschen Universitätszeitung.

Einen Termin können Sie direkt vereinbaren bei:

Dr. Nadine Pippel
Adresse
Wilhelm-Busch-Straße 22
30167 Hannover
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M.A. Jannis Zurheiden
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