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Beratung / FAQs

Hier finden Sie erste Hilfestellungen und Informationen rund um die Postdoc-Phase, zur individuellen Karriereberatung, beruflichen Zielfindung und Planung einzelner Etappen sowie zur systematischen Nachwuchsförderung. Natürlich beraten wir Sie gern auch in einem individuellen Gespräch. Einen Termin können Sie vereinbaren bei unserer

Ansprechpartnerin für Postdocs

Dr. Nadine Pippel

Tel. +49 511 762 19784
Fax: +49 511 762 19491
E-Mail: graduiertenakademiezuv.uni-hannover.de

Promotion – und dann?

Die Phase des Übergangs von der Promotion und der Einstieg in die Postdoc-Phase ist gekennzeichnet von der Suche nach einer Finanzierung für die weitere Forschung oder, wenn sie beispielsweise über eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter gesichert ist, häufig auch als Nachlese zur Promotion. Nicht wenige orientieren sich in den ersten zwei Jahren nach Promotionsabschluss neu. Entweder konzipieren sie ein Postdoc- bzw. ein nächstes Forschungsprojekt, mit dem sie habilitieren können, oder sie widmen sich anderen, administrativen Tätigkeiten im Wissenschaftssystem oder außerhalb der Universität zu – ein Wechsel, der zu diesem frühen Zeitpunkt sinnvoll ist, sofern er vorgenommen werden möchte.

Informationen zu alternativen Tätigkeitsfeldern in Wissenschaft und Forschung gibt unsere Lunch Talk-Reihe.

Wer ist ‚Postdoc‘?

Der Begriff, der klassischerweise die ersten Jahre nach der Promotion und ein eigenes Forschungsprojekt, eben „den Postdoc“, meinte, wird mittlerweile verwendet, um die gesamte Qualifikationszeit zwischen Promotion und Professur zu beschreiben. In Anlehnung an diese allgemein akzeptierte Definition sind auch hier alle Promovierten gemeint, obschon die Anstellungs- und Qualifizierungsarten sich sehr voneinander unterscheiden können (Habilitandin oder Habilitand, Stipendiatin oder Stipendiat, wissenschaftliche Nachwuchskräfte, je nach Definition auch Juniorprofessur und Nachwuchsgruppenleiterin oder Nachwuchsgruppenleiter, …).

Welcher Weg führt zur Professur?

Der klassische Weg zur Professur ist in Deutschland die Habilitation, die über eine eigenständige Habilitationsschrift oder eine kumulative Habilitation erfolgen kann. Diese bescheinigt die Lehrbefugnis (Venia legendi). Sie weist aus, dass die Habilitierte oder der Habilitierte in der Lage ist, selbstständig wissenschaftlich zu forschen, selbstständig zu lehren und ihr bzw. sein Fach in seiner ganzen Breite zu vertreten. Die Voraussetzungen und die Leistungen, die zu erbringen sind, regeln die jeweiligen Habilitationsordnungen der Fakultäten.

Mittlerweile haben sich jedoch die Qualifikationswege zur Professur stark ausdifferenziert. In längst nicht allen Fächern ist eine Habilitation noch vorgesehen, sogenannte habilitationsäquivalente Leistungen bescheinigen ebenso die Berufbarkeit. Dazu gehören i.d.R. wissenschaftliche Publikationen, die nach der Promotion verfasst wurden und einer Habilitation gleichzustellen sind. Aber auch über renommierte Stellen als Nachwuchsgruppenleiterin oder Nachwuchsgruppenleiter oder Juniorprofessuren können habilitationsäquivalente Leistungen erbracht werden. Geregelt wird die Definition dieser Leistungen durch die jeweiligen Habilitationsordnungen.

Die Habilitationsordnungen aller Fakultäten der Leibniz Universität Hannover finden Sie auch auf den folgenden Seiten:


Ausschreibungen von Juniorprofessuren und Nachwuchsgruppenleiterstellen finden sich z.B. auf der Internetseite der Leibniz Universität Hannover.


Weitere Informationen zu wissenschaftlichen Karrierewegen hin zur Professur finden Sie auch bei den folgenden Seiten:

Wer soll das Ganze finanzieren?

So unterschiedlich die Anstellungsarten in der Postdoc-Zeit sind, so unterschiedlich können auch die Finanzierungswege sein. Wer keine eigene Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter oder keine andere Anstellung hat, kann sich um ein Stipendium wie das Caroline Herschel-Stipendium zur Finanzierung einer Habilitationsstelle für Frauen oder um eine „Eigene Stelle“ bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewerben.


Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, zu denen das Dezernat 4 – Forschung und EU-Hochschulbüro, Technologietransfer gern berät:


Zum Einstieg in die Postdoc-Phase eignet sich das unieigene Förderprogramm „Wege in die Forschung (WiF)“:


Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Förderprogramme für die gesamte Postdoc-Zeit auf dem Weg zur Professur:

 

Die Graduiertenakademie unterstützt finanziell beim Besuch von Kongressen sowie bei der Organisation von Workshops und Tagungen.

Wege ins Ausland als Postdoc und Gastwissenschaftler an der Leibniz Universität Hannover

Für eine erfolgreiche wissenschaftliche Laufbahn wird empfohlen, mindestens einmal die Universität gewechselt und idealerweise auch einen Teil seiner Promotion oder seiner Postdoc-Zeit im Ausland verbracht zu haben. Informationen zu Möglichkeiten und zur Finanzierung von Auslandsaufenthalten für Promovierende und Postdocs bietet das Hochschulbüro für Internationales:


Das Hochschulbüro für Internationales hält in seinem Welcome Center auch Informationen für Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler vor:

Welche Rahmenbedingungen gelten?

Gerahmt wird die Postdoc-Phase insbesondere durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), das die zulässige Höchstbefristungsdauer von befristet beschäftigtem wissenschaftlichem Personal unterhalb der Professur an deutschen Universität regelt. Als Faustregel gilt: Für sechs Jahre bis zum Abschluss der Promotion, für sechs weitere nach der Promotion dürfen sachgrundlose Befristungen auf wissenschaftliches Personal angewandt werden. Die familienpolitische Komponente und die Möglichkeit, „angesparte“ Jahre aus der Promotion in die Zeit nach dem Promotionsabschluss zu übertragen, können die individuell mögliche Zeit in befristeten Verträgen erhöhen und über zulässige Höchstbefristungsdauer von insgesamt zwölf Jahren hinausgehen. Das Gesetz ist 2007 in Kraft getreten, im März 2016 die Gesetzesnovelle.

Informationen zur Gesetzesnovelle beim Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie in unserer Rubrik „Neues aus der Wissenschaft" unter Highlights aus der Presse und Gesetze.

Bei Fragen zum Einzelfall stehen Ihnen die Personalabteilung und die Graduiertenakademie der Leibniz Universität Hannover gern zur Verfügung.

Was ist sonst noch wichtig?

Die Vernetzung innerhalb der Scientific Community gehört zu den essentiellen Voraussetzungen wissenschaftlicher Karrierewege. Die Graduiertenakademie unterstützt Sie mit kleinen Reisekostenpauschalen zum Besuch von Kongressen sowie mit der Vernetzungsinitiative finanziell bei der Organisation eigener Workshops oder Tagungen:


Informationen zu weiteren Förderern von Tagungsbesuchen finden Sie unter:


Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, sich in bestimmten Bereichen zu qualifizieren und die eigenen überfachlichen Kompetenzen auszubauen. Die Graduiertenakademie bietet jedes Semester spezifische Kurse für Promovierte an:


Die Weiterbildung der Universität hat zudem umfangreiche Angebote zur hochschuldidaktischen Personalentwicklung im Programm:

Wenn’s ernst wird: Berufungen

„Berufung nennt man die Erlangung einer Professur bzw. eines Lehrstuhles an einer Hochschule. Der Kandidat erhält vom zuständigen Ministerium einen entsprechenden Ruf. Ein Ruf kann angenommen oder abgelehnt werden.“ (Quelle: academics.de, aufgerufen am 27.05.2015)

Berufungsverfahren ziehen sich i.d.R. über einen längeren Zeitraum hin. Sie umfassen die Ausschreibung und Bewerbung, die Gespräche und die anschließend gefällten Entscheidungen, die durch mehrere Gremien und vom Ministerium genehmigt werden müssen, die Berufungsverhandlungen sowie das Ernennungsverfahren. Von der Ausschreibung bis zum Antritt einer Professur, der üblicherweise durch eine Antrittsvorlesung begleitet wird, können durchaus ein bis eineinhalb Jahre vergehen.

Hausberufungen, d.h. die Berufungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der eigenen Universität auf Professuren, sind nicht verboten, aber meist stark eingeschränkt. Sie werden durchaus zugelassen, wenn berufbare Mitarbeiter nach ihrer Promotion die Universität gewechselt oder in für eine gewisse Zeit (mind. 2 Jahre) an einer anderen Universität geforscht haben. Die genauen Regelungen finden sich in den Hochschulgesetzen der Bundesländer. An der Leibniz Universität Hannover sind die Verfahren zur Berufung von Professorinnen und Professoren durch die zentrale Berufungsordnung festgelegt:


Bei weiteren Fragen zu Berufungen ist Claudia Schulpin, Referentin für Berufungsangelegenheiten, die richtige Ansprechpartnerin:


Darüber hinaus bietet die Graduiertenakademie regelmäßig Kurse zur Vorbereitung auf Berufungsgespräche an:


Unterstützung für neuberufene Professorinnen und Professoren findet sich unter dem folgenden Link:


Ausschreibungen sind auf fachspezifischen und fachübergreifenden Seiten zu finden, eine der vielleicht bekanntesten ist www.academics.de, aber auch der Stellenmarkt der Deutschen Universitätszeitung.

Wie vereinbare ich Familie und Wissenschaft?

An der Leibniz Universität Hannover bieten das Familienservicebüro und, für Partner von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, das Dual Career-Netzwerk Unterstützung an.

Wenn’s mal hakt?

Bei Konflikten mit Kollegeninnen oder Kollegen, Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern oder auch Vorgesetzten kann die an der Graduiertenakademie ansässige Schiedsstelle weiterhelfen.

Zugleich bieten die Graduiertenakademie und Dezernat 1 mit seinem Weiterbildungsprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leibniz Universität Hannover in regelmäßigen Abständen Kursangebote zur Konfliktlösung an.